In Selbsthilfegruppen finden sich Menschen, die ein gemeinsames Thema verbindet, die unter der gleichen Krankheit, Behinderung oder seelischen Konfliktsituation leiden.

Selbsthilfegruppen erbringen wichtige ergänzende Leistungen beziehungsweise sie tragen einen Teil der Information, Hilfe, Betreuung und Gesundheitsförderung, den der institutionelle und professionelle Sektor nicht übernehmen will und kann. Und auch Angehörige von Betroffenen organisieren sich in Selbsthilfegruppen.

Mitglieder können

  • sich gegenseitig bei der Bewältigung ihrer Schwierigkeiten unterstützen,
  • neue Kenntnisse über die persönliche Problemsituation erwerben,
  • andere Umgangsformen mit dem Problem entwickeln,
  • soziale Isolierungen und Ängste abbauen,
  • gemeinsame Aktivitäten unternehmen,
  • neue Lebensinhalte und Perspektiven entwickeln.

Was können Selbsthilfegruppen nicht leisten?

Sie sind nicht für Menschen in akuten Krisen geeignet. Selbsthilfegruppen können eine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung nicht ersetzen, könnten sie aber sinnvoll ergänzen oder unterstützen.

Die Entscheidung, einer Selbsthilfegruppe beizutreten, soll hier durch folgende Fragen erleichtert werden:

  • Bin ich überhaupt dazu bereit, mich mit meiner Erkrankung und ihren Folgen auseinanderzusetzen, oder möchte ich sie lieber verdrängen?
  • Habe ich die Hoffnung, selbst etwas zu meiner Genesung oder Rehabilitation beitragen zu können, oder muss ich nicht dem Schicksal seinen Lauf lassen und auf die Kunst der Ärzte vertrauen?
  • Werden mir denn andere Betroffene helfen können, wo diese doch gleiche oder vielleicht sogar noch schlimmere Probleme haben?
  • Werden die Probleme der anderen mich nicht noch zusätzlich belasten?
  • Was genau würde ich eigentlich suchen in der Selbsthilfegruppe: Informationen, Freizeitgestaltung oder emotionale und soziale Unterstützung?
  • Möchte ich reden, handeln, oder beides?

Hat man diese Fragen für sich beantwortet und ist zu dem Entschluss gekommen, den Weg in eine Selbsthilfegruppe zu suchen, stellt sich nun als nächstes die Frage nach einer geeigneten Gruppe.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.lungenfibrose.de