Was versteht man unter einer Kataplexie und wie hängt sie mit der Narkolepsie zusammen?

Eine Kataplexie ist eine plötzliche auftretende Störung des Muskeltonus, bei der es zu einem abrupt auftretenden Verlust der Muskelanspannung kommt, die vor allem die Haltemuskulatur betrifft. Dieses Symptom kann nur bestimmte Muskeln oder Muskelgruppen betreffen, aber auch den gesamten Körper.

Sie beginnt oftmals mit einer Schwäche im Bereich der Gesichts- und Nackenmuskulatur, die sich dann zum Teil ausbreitet und die Glieder und Rumpfmuskulatur involviert. Eine Kataplexie dauert in der Regel nur wenige Sekunden oder Minuten an. Das Bewusstsein bleibt während der Kataplexie erhalten.

Wann tritt das Symptom innerhalb der Erkrankung auf?

Dieses Symptom kommt nur bei Narkoleptikern vom Typ 1 vor. Eine Kataplexie tritt oftmals früh zu Krankheitsbeginn bzw. in den ersten Jahren nach Auftreten der Tagesschläfrigkeit auf. In einzelnen Fällen kann es aber auch erst Jahre später dazukommen. Die Ausprägung ist variabel und kann auch über die Jahre variieren. Einige Daten deuten darauf hin, dass mit zunehmendem Alter Kataplexien eher weniger werden.

Was kann eine Kataplexie auslösen? 

Kataplexien werden durch eine Emotion ausgelöst. Dazu zählen oftmals positive Gefühle wie Freude oder Lachen. Aber auch Überraschung, Wut oder Ärger können eine Kataplexie auslösen. Gelegentlich kann auch die Erwartung bzw. der Gedanke an eine Emotion eine Kataplexie auslösen.

Wie schwer kann eine solche Kataplexie ausfallen und was sind die Folgen? 

Leichte Kataplexien betreffen oft nur einzelne Muskelpartien, es kommt zum Beispiel  zum Erschlaffen der Gesichtsmuskeln, Gegenstände können fallen gelassen werden, die Sprache wird undeutlich oder die Knie knicken ein. Bei einer schweren Kataplexie kann es passieren, dass der Betroffene vollkommen in sich zusammensackt und zu Boden fällt.

Bei der Kataplexie kommt es niemals zu einer Lähmung der Atemmuskulatur, sodass man nicht ersticken kann. Verletzungen in Folge eines Sturzes sind natürlich möglich und kommen vor. Das Ausmaß ist unterschiedlich.

Gibt es Heilungsmöglichkeiten bzw. kann es auch sein, dass das Symptom einfach wieder verschwindet?

Narkolepsie ist eine chronische Erkrankung, die aktuell zwar nicht heilbar aber gut behandelbar ist. Kataplexien sind entsprechend auch nicht heilbar, aber zu behandeln. Dabei können unterschiedliche, z.T. sehr spezifische Medikamente eingesetzt werden. Moderne Medikamente zur Behandlung der Narkolepsie können z.T. mehrere Symptome der Erkrankung (Tagesschläfrigkeit und Kataplexien) sehr wirksam therapieren.

Auch können bestimmte Verhaltensmaßnahmen helfen. Ein spontaner Rückgang der Kataplexien wurde in Einzelfällen beobachtet, ein vollständiges Abklingen kommt allerdings selten vor.