Privat engagiert er sich als Schirmherr der NCL-Stiftung, die Kinderdemenz bekämpft.

Sie engagieren sich seit einigen Jahren für die NCL-Stiftung. Wie sind Sie selbst auf dieses Krankheitsbild und die Arbeit der Stiftung aufmerksam geworden?

Man hat mich angesprochen, ob ich nicht Interesse hätte, mich als Schirmherr zu engagieren. So habe ich diese Kinderdemenz als Erstes kennengelernt. Aus meinem Freundeskreis kenne ich außerdem ein Kind, das an einer anderen Stoffwechselkrankheit leidet.

Für die Kleinen, aber auch die Eltern ist das wirklich schrecklich und eine schwere Belastung. Besonders bei Krankheiten wie NCL, wo genaue Ursachen noch nicht bekannt sind und zu wenig Forschung betrieben wird, um passende Behandlungen durchzuführen.

Warum machen Sie sich ganz offiziell stark, statt zum Beispiel zu spenden?

Die Idee ist natürlich, mit einem prominenten Gesicht Aufmerksamkeit zu schaffen. Es gibt eben Krankheiten, bei denen die Industrie mit Medikamenten kein oder zu wenig Geld verdient und sie deshalb ignoriert. Deshalb wollen wir Aufklärungsarbeit bei Ärzten und allgemein der Öffentlichkeit schaffen. Und natürlich Spendengelder sammeln.

Wie kann jeder Einzelne helfen, die Arbeit der Stiftung und generell die Erforschung seltener Krankheiten zu unterstützen?

Zum Beispiel an unseren Charity Dinnern „Cooking for Kids“ teilnehmen, bei denen ich auch einen Galaabend kochend gestalten werde. Generell kann aber jeder mit Lobbyarbeit mithelfen.

Gerade weil diese Krankheiten selten sind, fehlt den Patienten eine große Gruppe, die sie unterstützt. Wenn Kinder betroffen sind, ist das besonders tragisch, weil sie in der Gesellschaft weniger Gehör finden.

Wie erleben Sie selbst solche Charity Dinner?

Sie sind sehr stimmungsvoll. Ich schlafe danach abends immer mit einem Lächeln und guten Gefühl ein. Das geht sicher jedem so, der sie besucht. Idealerweise nehmen natürlich auch solvente Firmen daran teil. Aber jeder kann mit einer kleinen Spende dazu beitragen, dass die Krankheit besser bekämpft wird.

Haben Sie schon mal mit Kindern gekocht? Ist das anders als mit Erwachsenen?

Das kommt in der Tat darauf an. Zum Teil ist es schwieriger, zum Teil leichter. Wenn im Kindergarten mal gesagt wurde, grünes Essen sei doof, dann ist grünes Essen auch doof. Mit Argumenten wie bei Erwachsenen kommen Sie da nicht wirklich weiter. Sie brauchen immer einen Hebel.

Wichtig ist, dass man eine Art Geschichte entwickelt, die den Geschmack des Kindes trifft. Plötzlich essen sie dann Dinge, die sie vorher nicht angefasst hätten. Oft erzählen Eltern mir auch, dass sie etwas seit Jahren umsonst predigen, aber sobald jemand von außen kommt, klappt's. Und manchmal ist das eben die Nase aus dem Fernsehen.

Weitere Informationen unter: www.ncl-stiftung.de