Home » Forschung » HaemCare – Das Portal rund ums Thema Hämophilie
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haemcare.de ist ein umfassendes Portal für Menschen mit Hämophilie und ihre Angehörigen. Hier findet man alles Wichtige über Blutgerinnungsstörungen und wie ein möglichst normaler Alltag mit der Erkrankung gelingen kann.

Umfassendes Wissen ist der Schlüssel

Die eigene Erkrankung zu verstehen ist der Schlüssel, um eine optimistische Einstellung zu behalten und die Therapie so in den Alltag zu integrieren, dass sie die bestmöglichen individuellen Ergebnisse erzielen kann. Daher finden Hämophilie-Betroffene auf haemcare.de umfassende Informationen zur Erkrankung, zur Therapie und zu begleitenden Behandlungsoptionen. Aber auch zu Themen wie Fitness, Ernährung, Alternativmedizin oder ganz aktuell zu Hämophilie und Covid-Schutzimpfung oder zum GSAV finden sich hier fundierte Informationen. Die HaemExperten updaten in Form von kurzen Videos zu verschiedensten Themen!

Digitale Helfer

Damit die Integration der verschiedenen Aspekte der Hämophilie in den Alltag ganz einfach gelingt, können sich Betroffene die Erinnerungs-App Haemmemo, das Therapie-Tagebuch smart medication und die Fitness-App HaemActive herunterladen. So wird das eigene Smartphone zum Therapiebegleiter und Patienten können einen wichtigen Teil ihrer Behandlung selbst in die Hand nehmen!

Unterwegs mit Hämophilie

Speziell für die Reisezeit können sich Betroffene die App HaemTravel™ herunterladen: so weiß man Bescheid, welche Dokumente im Urlaub mit dabei sein müssen, ob man den Faktor ungekühlt mitnehmen kann, oder wo sich im Zielland das nächste Hämophiliezentrum befindet.

Im Dialog bleiben

Zudem bietet haemcare.de verschiedene Angebote, um miteinander ins Gespräch zu kommen, zum Beispiel durch den „Talk am Mittwoch“ in Zusammenarbeit mit der IGH e.V.. Das Portal informiert außerdem über die verschiedenen Patientenorganisationen, an die sich Betroffene und ihre Eltern wenden können. Das Patientenunterstützungsprogramm myHaemCare bietet zusätzlich umfassende Hilfestellungen für Betroffene und ihre Eltern.

Aber auch Physiotherapeuten, die eine tragende Rolle in der Behandlung von Hämophiliepatienten spielen, finden in Form der HaemAcademy professionelle Unterstützung durch das HaemAcademy-Team, bestehend aus einem interdisziplinären Team von Hämostaseologen, Orthopäden und Physiotherapeuten: Dr. Günter Auerswald, Martina Bürhlen, Susan Halimeh, Björn Habermann und Marc Rosenthal und Bianca Wiese. Physiotherapeuten können hier direkt zu spannenden Weiterbildungen angemeldet werden.

Über Novo Nordisk Deutschland

Novo Nordisk ist ein weltweit führendes Unternehmen im Gesundheitswesen, das 1923 gegründet wurde und seinen Hauptsitz in Dänemark hat. Unser Anspruch ist es, Veränderungen voranzutreiben, um Diabetes und andere schwerwiegende chronische Krankheiten wie Adipositas und seltene Blut- und Stoffwechselerkrankungen zu besiegen. Dafür arbeiten wir an wissenschaftlichen Innovationen bis hin zur Heilung von Krankheiten. Wir fördern den Zugang zu unseren Produkten für Patientinnen und Patienten weltweit und engagieren uns aktiv für Prävention. Novo Nordisk beschäftigt circa 47.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 80 Ländern und vermarktet seine Produkte in rund 170 Ländern. Am deutschen Hauptsitz in Mainz sind rund 480 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig.


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Forschung

ADPKD ist die häufigste vererbbare Nierenerkrankung und eine der häufigsten lebensbeeinträchtigenden Erbkrankheiten überhaupt.

In Deutschland sind rund 100.000 Menschen betroffen, Experten gehen davon aus, dass die Dunkelziffer deutlich höher ist. Dennoch ist die ADPKD, die sogenannten Zystennieren, in der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt. Bisher können nur Symptome und eventuell auftretende Begleiterkrankungen behandelt werden. Daher besteht dringender Bedarf an krankheitsgerichteten, nierenspezifischen Therapiemöglichkeiten, um den Verlust der Nierenfunktion zu bremsen und den Patienten eine neue Lebensperspektive geben zu können.

ADPKD ist erblich, betrifft Männer und Frauen gleich oft und wird autosomal-dominant vererbt. Das bedeutet, dass eine Frau oder ein Mann mit Zystennieren die Erkrankung an Nachkommen mit einer 50:50-Wahrscheinlichkeit weitervererbt. Mittlerweile weiß man, dass bei etwa 85 Prozent Veränderungen auf dem Chromosom 16 vorliegen. Dieses veränderte Gen führt dazu, dass sich in den Nieren Zysten, also flüssigkeitsgefüllte kugelförmige Hohlräume, bilden, die an Menge und Größe zunehmen. Zur Zystenbildung kann es auch in anderen Organen kommen. In erster Linie ist hiervon die Leber betroffen. Bei der Mehrheit der Patienten tritt noch vor dem 60. Lebensjahr Nierenversagen ein und der Patient benötigt eine Transplantation oder die Dialyse.

Die Symptome können sein:

  • Bluthochdruck
  • Blut und/oder Eiweiß im Urin
  • Schmerzen in der Nierengegend
  • gelegentliche Zysteninfektionen und -einblutungen
  • Gefäßveränderungen im Gehirn (sogenannte Aneurysmen)
  • Erkrankungen der Herzklappen
  • Darmbeschwerden

Erhebliche Verschlechterung der Nierenleistung

Der ADPKD liegt eine Genmutation zugrunde. Der dadurch verursachte Defekt in den Nierenzellen führt unter anderem zu einer Konzentrationserhöhung des zyklischen Adenosinmonophosphats (cAMP) in der Zelle, eines Botenstoffs, der an der Signalübertragung der Zellen beteiligt ist. In der Folge werden vermehrt Signalwege angeregt, die letztlich die Bildung von Zysten stimulieren. Das stetige Zystenwachstum führt zum fortschreitenden Verlust von intakten Nephronen, den kleinsten Funktionseinheiten der Niere. Kann dies nicht mehr kompensiert werden – meist im dritten bis vierten Lebensjahrzehnt –, verschlechtert sich die Nierenleistung erheblich.

Einschränkung der Lebensqualität

Von Zystennieren betroffene Menschen  leiden sehr unter den physischen und psychischen Folgen der Erkrankung, denn in der Regel müssen die Patienten mit immer größer werdenden Einschränkungen fertig werden, die ihren Arbeitsalltag sowie ihre körperliche Leistungsfähigkeit betreffen. Auch die seelischen Belastungen sind immens und sollten nicht unterschätzt werden, insbesondere bei bestehendem Kinderwunsch wegen der möglichen Vererbbarkeit der Erkrankung. Viele Betroffene haben Zukunfts- und Verlustängste, da sie nie wissen, wann die Nieren aufhören werden zu arbeiten. Das Leben vieler Patienten wird zudem von der Angst vor Dialyse, Transplantation oder einer Gehirnblutung geprägt.

Behandlung der Zystennieren

Eine wirksame Behandlung, mit der die Zystenbildung verhindert werden kann, gibt es bisher nicht. In den letzten Jahren wurden viele neue Medikamente erforscht, aber keines davon konnte in allen Bereichen überzeugen. Das Präparat mit der stärksten Wirksamkeit ist derzeit das Tolvaptan. Damit konnte das jährliche Zystenwachstum im Vergleich zu Placebo innerhalb der Zulassungsstudie um 49 Prozent reduziert werden, die Verschlechterung der Nierenfunktion verlangsamt und die Lebensqualität der Betroffenen verbessert werden.

Zwei Formen an Zystennieren.

Autosomal-dominant (ADPKD) ist eine der häufigsten lebensbedrohlichen genetischen Erkrankungen, die bei einer von 2000 Personen auftritt.  Es wird keine Generation übersprungen. Es ist in der Regel eine Vergangenheit von ADPKD in der Familie. Eltern mit ADPKD geben mit einer 50-prozentigen Wahrscheinlichkeit, die Erkrankung an jedes ihrer Kinder weiter.

Autosomal-rezessiv (ARPKD) ist eine relativ seltene genetische Erkrankung, die bei etwa  einer von 20.000 Personen auftritt. Es betrifft sowohl Jungen als auch Mädchen gleichermaßen und führt oftmals zu einer Sterblichkeit in den ersten Lebensmonaten.

Sie haben Zystennieren?

Was sind Zystennieren? Verunsichert wenn der Nephrologe die Diagnose stellt? Was danach folgt, kennen Betroffene: Unsicherheit und Angst. Trotz der Empfehlung eines jeden Arztes, den Begriff nicht wahllos zu googeln, ist es doch häufig der nächste Schritt, der unternommen wird. Was danach folgt sind weitere Fragen, Unsicherheit und Angst. Das muss nicht sein! 

Wir helfen, die Erkrankung besser zu verstehen, damit umzugehen und durch sinnvolle Optionen trotz der Einschränkungen ein gesundes und erfülltes Leben führen zu können.

Auswirkungen auf die Lebensqualität und Hilfen im Alltag

Für viele Betroffene bringt die Nierenerkrankung Zystennieren erhebliche Einschränkungen der Lebensqualität mit sich. Neben Beruf und Urlaub ergeben sich Auswirkungen auf Partnerschaft, Ehe und Familienplanung. Die Broschüre „Familie und Zystennieren“ klärt auf.


Weitere Informationen finden Sie unter www.adpkd-info.de Eine Broschüre können Sie downloaden.

Informationen zu weiteren Nierenerkrankungen: www.nierenstiftung.de

Die Informationsseite über Zystennieren: www.pkdcure.de (Infomaterial unter [email protected] bestellbar)

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