Home » Krankheitsbilder » Bei Lungenhochdruck stehen Lunge und Herz unter Druck
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Es kann Menschen in jedem Alter und in jeder Lebenssituation treffen – die Diagnose pulmonal arterielle Hypertonie (PAH). PAH, eine spezielle Form des Lungenhochdrucks, ist eine seltene und schwere Herz-Lungen-Erkrankung. Ohne Behandlung kann die PAH so schnell tödlich verlaufen wie eine fortgeschrittene Krebserkrankung.1,2

Wenn die Treppe zur eigenen Wohnung unüberwindbar wird

Häufig fällt den Betroffenen auf, dass sie in der letzten Zeit oft erschöpft sind und selbst bei der kleinsten Anstrengung schnell außer Atem geraten. Treppensteigen, der tägliche Einkauf oder Beruf und Freizeitaktivitäten fallen dann immer schwerer und werden zur Hürde. Beschwerden wie Atemnot, Leistungsabfall, Schwindel oder auch ein Ohnmachtsanfall können erste Anzeichen sein und sollten ärztlich abgeklärt werden. Meist stecken häufigere Krankheiten wie Asthma oder andere Lungen- oder Herzerkrankungen dahinter. Bessern sich die Beschwerden nach Behandlung nicht, sollte auch an eine PAH gedacht und an ein auf Lungenhochdruck spezialisiertes Zentrum überwiesen werden.

Was bedeutet Lungenhochdruck genau?

Bei PAH sind die Blutgefäße in der Lunge verengt und verdickt. Die Folge: Der Blutdruck in den Lungengefäßen steigt. Gegen diesen zunehmenden Widerstand muss das Herz sauerstoffarmes Blut aus dem Körper in die Lunge pumpen, wo es wieder mit Sauerstoff angereichert wird. Auf Dauer kann der Herzmuskel den steigenden Druck immer weniger überwinden. Die Betroffenen spüren das mit den beschriebenen Symptomen, die sich ohne Behandlung immer weiter verstärken. Im schlimmsten Fall kann es zum Herzversagen kommen.

Wichtig zu wissen: Patienten mit einer Bindegewebserkrankung wie z. B. systemische Sklerose oder einem angeborenen Herzfehler, auch wenn dieser bereits korrigiert wurde, haben ein erhöhtes Risiko, eine PAH zu entwickeln. Diese Patientengruppe sollte sich auch ohne Symptome regelmäßig auf PAH hin untersuchen lassen.

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Bis zur richtigen Diagnose ist es oft ein langer Weg

Da die PAH selten ist und die Symptome unspezifisch sind, ist die Krankheit nicht leicht zu erkennen. Häufig wird die Diagnose erst spät gestellt. Viele Patienten haben dann bereits eine regelrechte Arzt-Odyssee hinter sich. Dabei ist es wichtig, die Krankheit frühzeitig im Verlauf zu erkennen. Denn je früher die PAH behandelt wird, desto besser sind die Chancen auf einen positiven Krankheitsverlauf.

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PAH ist behandelbar

Auch wenn die PAH heute noch nicht heilbar ist, lässt sich die Krankheit auf lange Sicht gut behandeln. Dazu stehen heute Wirkstoffe aus verschiedenen Medikamentengruppen zur Verfügung, die miteinander kombiniert werden können. Damit lässt sich je nach Krankheitsstadium und Patientenbedürfnis die passende Therapie auswählen. Die Planung und Überwachung der Therapie sollten Experten in einem Lungenhochdruckzentrum vornehmen. Mit Hilfe der medizinischen Therapie, speziellem körperlichem Training und unterstützenden Maßnahmen besteht so die Chance, die Lebensqualität der Patienten langfristig zu verbessern.

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Mehr Aufklärung über PAH für eine frühere Diagnose und Therapie

Mit der Initiative „So klingt Lungenhochdruck“ setzt sich das forschende Pharmaunternehmen Janssen Deutschland dafür ein, die seltene Krankheit bei Ärzten und Laien bekannter zu machen. Ziel ist es, die PAH früher im Krankheitsverlauf zu erkennen, damit möglichst zeitnah mit einer Therapie begonnen werden kann.

Sie möchten mehr erfahren?

● Weitere Informationen über Lungenhochdruck: www.so-klingt-lungenhochdruck.de.
● Videos mit Erläuterungen von Experten, Erfahrungsberichten von Patienten und mehr auf Youtube.
● Im Radio-Beitrag informiert Lungenhochdruck-Experte PD Dr. Hans Klose, Hamburg, über PAH.

Quellen:
[1] D‘Alonzo GE et al. Ann Intern Med 1991; 115:343-349
[2] Kato H et al. Cancer 2001;92;2211-2219(3.645 Zeichen)

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