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Der passende Versicherungsschutz für Ihr Krankheitsbild

Foto: nednapa via Shutterstock

Eine seltene Erkrankung beeinflusst das Leben in vielen Bereichen. Vor allem die Finanzierung des Lebens mit Zusatzkosten für Behandlungen und Medikamente wird mit den Jahren zur großen Belastung. Viele Betroffene wünschen sich, einen Großteil der Kosten an einen Finanzpartner wie eine Versicherung abzugeben. Vor allem die Tarife der privaten Krankenversicherung sind hierfür interessant, die Sinnhaftigkeit des Wechsels ist jedoch im Einzelfall zu prüfen und nicht immer möglich.

Gesetzliches und privates System im Profil

Ein Großteil der deutschen Bevölkerung ist über eine gesetzliche Krankenkasse versichert. Die Leistungen des Systems orientieren sich am gesetzlichen Leistungskatalog und bieten lediglich einen grundlegenden Standard der Absicherung. Bei einer chronischen oder seltenen Erkrankung werden Sie je nach Krankheitsbild nur wenig finanziellen Zuschuss erfahren.

Da viele seltene Erkrankungen schon im frühen Kindesalter beginnen, sind die finanziellen Sorgen der Eltern groß. Tatsächlich kommt der Gesetzgeber hier entgegen und sichert bis zum 18. Lebensjahr eine umfassendere Kostenübernahme zu. Spätestens im Erwachsenenalter ist jedoch über eine zusätzliche Absicherung nachzudenken.

Mit dem Schutz durch die private Krankenversicherung ist eine individuelle Absicherung möglich. Die Volltarife gestalten Sie nach Ihren Vorstellungen, die Festlegung der Versicherungsprämien erfolgt ebenfalls nach individuellen Maßstäben. Für jede Art von Krankheitsbild ist grundsätzlich eine Absicherung denkbar, die allerdings die Beitragshöhe Ihrer fortlaufenden Prämien beeinflusst. Dies ist jedoch oft das kleinere Übel im Vergleich zum hohen Eigenanteil bei einer gesetzlichen Absicherung.

Volltarife der PKV nicht für jedermann

Die Volltarife einer privaten Versicherung sind aus zwei Gründen nicht der goldene Weg für jeden Patienten. Zum einen steht das private System nicht jedem Patienten in Deutschland offen. Für Angestellte ist ein Überschreiten der Versicherungspflichtgrenze notwendig, die jährlich vom Gesetzgeber neu festgelegt wird. Dies ist bei einer schweren, seltenen Erkrankung kaum realistisch, da hier nicht einmal einer regelmäßigen Tätigkeit nachgegangen werden kann.

Zwar ist die Grenze nicht für jede Berufsgruppe relevant, Selbstständige, Freiberufler und Beamte können unabhängig von Ihrem Gehalt wechseln. Ein leistungsstarker Schutz ist dennoch mit einem höheren Beitrag verbunden, eventuell werden bekannte Vorerkrankungen im Rahmen der Gesundheitsprüfung ausgeschlossen. Wenn die Krankheit deshalb von frühster Kindheit an vorliegt und mit in den Vertrag hineingebracht wird, werden viele Versicherungen nicht den gewünschten Schutz übernehmen.

Große Unterschiede in der Tarifierung

Für die Versicherungen, die an einer Absicherung interessiert sind, kommt es durch die individuelle Tarifierung zu erheblichen Preisunterschieden. Für den Erkrankten bedeutet dies, sich in Ruhe mit den vielfältigen Angeboten der deutschen Versicherungslandschaft zu befassen. Alleine durch eine individuelle Analyse der Tarife wird es möglich, das genaue gewünschte Leistungsspektrum zu einem angemessenen Preis-Leistungs-Verhältnis zu versichern.

Wenn es um seltene Erkrankungen geht, ist ein besonders genauer Blick auf die Formulierungen in Tarifen und Versicherungsverträgen notwendig. Ansonsten erfolgt zwar ein Wechsel in die private Krankenversicherung, eine Entlastung für die üblichen Zuzahlungen ist hiermit dennoch nicht verbunden. Dies ist gesondert zu überprüfen, wenn Sie einen rechnerischen Vergleich im Internet durchgeführt haben und voreilig zu einem bestimmten Unternehmen der privaten Krankenversicherung wechseln möchten.

Zusatztarife als mögliche Alternative

Wie oben beschrieben, kann die Höhe Ihres Gehaltes oder Ihre Berufsgruppe den Wechsel in einen Volltarif der privaten Krankenversicherung verhindern. Dies muss nicht bedeuten, dass Sie bis zum Lebensende selbst die teuren Kosten Ihrer Erkrankung tragen müssen. Viele Versicherungen möchten Kunden mit verpflichtender Mitgliedschaft bei einer gesetzlichen Krankenkasse nicht ausschließen und halten Zusatztarife bereit.

Im Unterschied zum Volltarif der PKV müssen Sie die Beträge aus Ihrem Nettoeinkommen zahlen, was zu finanziellen Zusatzleistungen neben Ihrem regulären Versicherungsbeitrag wird. Auch hier gilt: Dieser Zusatzbetrag kann Gold wert sein, wenn sich hierdurch fortlaufende Ausgaben rund um Ihr Krankheitsbild einsparen lassen. Führen Sie in jedem Fall auch für Zusatztarife einen Vergleich durch und klären Sie vor dem Vertragsabschluss ab, dass die Gesundheitsprüfung nicht den erhofften Zusatzschutz des Vertrags verhindert.

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